SIEGEN Ein Pilotprojekt starten die Deutschen Edelstahlwerke, zu denen auch das Geisweider Stahlwerk gehört. Sie bilden in Kooperation mit der Zeitarbeitsfirma Creyf’s drei junge Leute zu Industriemechanikern beziehungsweise Mechatronikern aus. Die WR befragte Ute Dreher, Leiterin der Personalentwicklung.
Wie sieht die Zusammenarbeit aus?
Creyf’s übernimmt die gesamten Kosten der dreieinhalbjährigen Ausbildungszeit, wärend wir die eigentliche Ausbildung leisten.
Weshalb beteiligt sich eine Zeitarbeitsfirma an einem solchen Projekt?
Nicht nur wir haben Probleme, Facharbeiter zu finden – auch eine Personalservicefirma wie Creyf’s braucht Fachkräfte, die sie uns dann zur Verfügung stellen kann. Ich kenne übrigens keine andere Zeitarbeitsfirma, die solche Vorabinvestitionen tätigt. Damit will Creyf’s auch ein Zeichen setzen.
Welche Berufe sind besonders gesucht?
Außer Mechatronikern und Industriemechanikern auch Elektroniker und eine Reihe weiterer Spezialisten aus dem gewerblich-technischen Bereich.
Die Deutschen Edelstahlwerke bilden aber weiterhin auch auf eigene Kosten aus?
Wir haben sogar unsere Ausbildungsquote in den vier Werken auf 7 Prozent erhöht – 230 von 4040 Mitarbeitern sind Auszubildende. Der Grund ist unser hoher Altersdurchschnitt von 46 Jahren. In ein paar Jahren verlassen und viele hochqualifizierte Fachkräfte.
Wie sieht die Ausbildungssituation im Geisweider Werk aus?
Hier beschäftigen wir zurzeit in den drei Lehrjahren 65 junge Leute. ↑ |