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01.07.2008  
  Talentsuche in Bandbreite der Berufe
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AWO-Werkstatt „Bildung, Beruf und Integration“: Mittler zwischen Schule und Wirtschaft

HAGEN (BR) Wie können die Jungendlichen in den Schulen verstärkt ermuntert werden, sich frühzeitig mit Berufen zu beschäftigen, die ihren Talenten und Wünschen entsprechen? Wie kann ihnen dabei geholfen werden, sich in der riesigen Bandbreite zu recht zu finden?

Antworten auf diese Fragen zu finden, war das Ziel eines Workshops, den die Deutschen Edelstahlwerke zusammen mit der Werkstatt der Arbeiterwohlfahrt „Bildung, Beruf und Integration“ sowie 15 Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften aus Hagener Gesamt- und Hauptschulen durchführten. Die Teilnehmer erlebten unter Führung des Ausbildungsleiters Michael Molkenthin die Arbeitswelt bei einer Besichtigung des Betriebs in Wehringhausen. Anschließend bemühten sich die Beteiligten, Methoden zu entwickeln, um die Vermittlung entsprechender Berufsinformationen attraktiver und effektiver zu gestalten.
Herausgefiltert wurden unter Beteiligung der Auszubildenden der Edelstahlwerke die unterschiedlichsten Perspektiven, Erfahrungen und Wünsche der Schüler und der Lehrerkräfte.
Mit ihrem Betrieb in der Erzstraße in Haspe engagiert sich die AWO seit mehr als 25 Jahren in der Förderung von Jugendlichen und Erwachsenen. Die Unterstützung der Jugendlichen in der Übergangsphase von der Schule in den Beruf stellt schon seit mehrere Jahren einen Schwerpunkt der Tätigkeit dar. Viele Projekte und Aktivitäten für Schülerinnen und Schüler ab dem 13. Lebensjahr fördern die frühzeitige Berufsorientierung und den Abbau von Ungleichheiten. Pro Jahr erhalten rund 1000 Schüler Unterstützung bei ihrer Berufswahl zum Beispiel durch die Ermittlung von Stärkenprofilen, durch praktische Erfahrungen in Berufsfeldern oder Trainingseinheiten für alle Stationen des Bewerbungsverfahrens.
Manuela Heerdegen, Koordinatorin des AWO-Projekts „Übergang Schule-Beruf“: „Unsere Erfahrungen zeigen immer deutliche, wie wichtig eine Mittlerfunktion zwischen Schulen und Wirtschaft ist. Dadurch werden gegenseitige Hemmschwellen abgebaut und gezielt Schlüsselpersonen miteinender in Kontakt gebracht.“
Während zum 1. August bei den Edelstahlwerken in Wehringhausen wieder zwölf Jugendliche ihre Ausbildung beginnen (darunter zwei Verbundstudenten und erstmals ein Fachinformatiker), laufen bereits die Vorbereitungen für das kommende Jahr, in dem acht Auszubildende in den Berufen Industriekauffrau/mann, Industriemechaniker/in, Eniergie-Elektroniker/in, Zerspanungsmechaniker/in sowie Maschinen- und Anlagenführer eingestellt werden sollen.
Betriebsratsvorsitzender Jens Mütze sieht in dem Engagement für die Ausbildung einen wesentlichen Beitrag zur Zukunftssicherung des Stahlbetriebs. Er möchte zudem verstärkt Auszubildende für die Berufe einstellen, in denen in den Nächsten Jahren vermehrt Mitarbeiter über Altersteilzeit vorzeitig in den Ruhestand gehen.

Zukunftssicherung sieht Mütze auch in der Tatsache, dass alle Auszubildenden, die ihre Lehre mindestens mit der Note „Drei“ beenden, übernommen werden. Zudem wurden in diesem Jahr bereits sieben Beschäftigte von Zeitarbeitsfirmen eingestellt, die bei den Edelstahlwerken „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ erhalten, wie der Betriebsratsvorsitzende betont. Zur Sicherung des Standorts trägt der Bau einer neuen Adjustage-Linie bei, eine Drei-Millionen-Euro-Investition, die noch in diesem Jahr begonnen werden soll.
 
     
 
 

 

   
   
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